Unseren zehnten Hochzeitstag erlebten wir in einer Salzhöhle. In Moskau gibt es alles, warum nicht auch sowas – ein mit Salz ausgekleideter Raum, in dem sonst Anwendungen stattfinden, hergerichtet für ein romantisches Date. Da kommt man richtig runter.

Letztes Wochenende mussten wir wieder mal auf den Markt, denn wir bekamen Gäste, die mit uns zusammen Dolma kochen wollten. War sehr lecker! Außerdem radelten wir durch den Sokolniki-Park auf der Suche nach Tanzveranstaltungen, denn das Wetter war endlich mal einigermaßen, leider fällt auch Yoga im Park ständig aus, weil es einfach zu kalt ist. Schließlich landeten wir an der Rotonde bei “Radiodiskoteka 50+ … Sehr lustig! Da tanzen wirklich auch steinalte Mütterchen mit Stock.  Das ehemalige Ausstellungsgelände zieht uns immer wieder an, denn dort kann man auch gut mit dem Rad fahren. Am Sonntag besichtigten wir die “Städtische Farm”, eine Art Streichelzoo. Das ist ein relativ großes Gelände mit Ställen und Freigelände für Tiere wie Kühe, Esel, Hühner, Gänse, Hasen, sogar Alpakas gab es. Für kleine Kinder sehr schön. Außerdem werden in verschiedenen Holzgebäuden Workshops für die Kleinen angeboten. Sie können auch auf einem guten Spielplatz toben.  Im Botanischen Garten genossen wir dann noch die Sonne, die in diesem “Sommer” leider nur sehr selten scheint. Nach dem gelungenen Wochenende traf ich mich am Montag mit Damen und Herren zum Spaziergang “Auf den Spuren russischer Ingenieure”, da war es wieder kalt und regnerisch. Glücklicherweise gab es am Dienstag eine Regenpause und Steffens Firma konnte endlich ihre Grillparty machen.

Spaziergänge und Nähen, Schule und Haushalt … aber das letzte Wochenende waren wir zur Silberhochzeit eingeladen, das ließ sich mit Spargel gut verbinden. Nach den Elternbesuchen dampften wir ab in Richtung Friedersdorf, um gemeinsam mit zahlreichen anderen Gästen zu feten. Exzellentes Wildschwein mit Sauerkraut sorgte für unser leibliches Wohl, zu trinken gab es auch genug. Am nächsten Tag erholten wir uns am Strand eines Sees, schauten beim Bauhaus in Dessau und bei den Meisterhäusern vorbei und pilgerten dann zum Spargelgebiet. Toller Spargel fand unseren Magen in einer romantischen Kneipe in Beelitz. Wir schauten uns die Heilstätten in Beelitz an, inzwischen alles Ruinen, die sich die Natur so langsam alle zurückerobert. Interessant ist der Baumkronenpfad über dem Alpenhaus. Sehenswert und schade um die schönen Gebäude.

 Leider ließ uns die Aeroflot nicht mitfliegen am Abend, so dass wir erst am nächsten Vormittag fliegen konnten, sehr suspekt.