Nach einem Spaziergang am späten Freitagnachmittag erlebten wir ein Wochenende der Gegensätze. Am Samstag gingen wir auf Exkursion in ein „Künstlerstädtchen“. in den dreißiger Jahren wurden in der Nähe des Dynamo-Stadions einige Häuser gebaut, in denen sich Wohnungen und Ateliers für Maler und Bildhauer befanden. Das steht bis heute und hat sich nicht verändert. Man öffnet die Haustür und findet sich sofort in sowjetischer Atmosphäre wieder. Ein Durcheinander, Staub, überall standen Skulpturen, Bilder, Rahmen, Leinwände, Regale. Viele Ateliers haben wir zwar leider nicht gesehen, aber wo wir drin waren, konnte man kaum stehen.

Heute setzte ich meinen Gutschein für ein Frühstück im Hotel Metropol ein. Ich bin immer noch satt. Das Büfett war sehr reichhaltig, alles war sehr lecker und zur Unterhaltung wurde auf der Harfe gespielt.

Am Mittwoch waren wir im Hotel „National“ zu einer theatralisierten Führung, haben das schicke Hotel besichtigt und es gab kleine gespielte Szenen. Danach wurden wir noch zu einem kleinen Büfett eingeladen, alles in allem kein schlechtes Format, kurzweilig und lecker.

Davor habe ich beim Frühstück der Deutschen Gruppe auch schon geschlemmert.

wollten wir nach einem erfolgreichen Tag – Auto innen geputzt, Spaziergang getestet und gegessen haben wir im neuen georgischen Restaurant „Niko“ (Test für den nächsten After Work Drink) – den Abend genießen … aber nur eigentlich … denn es wird schon wieder gefräst … hoffe, nun zum letzten Mal, alle Rillen sind dann wahrscheinlich drin und das Wasser kann wunderbar ablaufen.

Den Krach wünscht man wirklich niemandem!

Zwei Wochen Karelien haben uns trotz der Fahrerei (2 700 km) gut getan. Vorgeschaltet war noch Puschkin – endlich konnten wir uns den Katharinenpalast mit seinen schönen Sälen anschauen, u. a. natürlich das Bernsteinzimmer. Weiter ging es an den Ladogasee in die Nähe von Lumivaara. Dort hatten wir direkt am See ein Häuschen gemietet, war alles ein bisschen russisch, aber uns hat es gereicht zum Erholen und zum Paddeln. Und wir haben massenhaft Pilze gesammelt! Viele Orte haben noch ein bisschen einen finnischen Anstrich – große Holzhäuser stehen überall. In Sortavala gab es auch städtische Architektur von finnischen Architekten. 30 km nördlich befindet sich der Berg-Park Ruskeala, wo Marmor abgebaut wurde, allerdings minderwertiger. Von Petrosavodsk aus schipperten wir auf die Insel Kishi und betrachteten die alten Holzkirchen. Besonders gefallen haben uns die großen Bauernhäuser, in denen auch allerlei Programm angeboten wurde. Letzte Station waren Novaja und Staraja Ladoga mit Kirchen aus dem 12. Jahrhundert und den Resten einer alten Festung.

bin ich ja mitunter .. aber immer noch wird draußen gefräst, nicht normal … ich hab sie beschimpft. Und nun sind sie fort … aber unser Urlaub in Karelien war sehr schön. Pilze gesammelt wie noch nie im Leben, gebraten und getrocknet, und überlebt. Gepaddelt. Diverses angesehen, meist Kirchen und eine Festung. Insgesamt total faul und erholsam.

Gestern Abend, zurück aus dem Urlaub – die Straße sah fertig aus, so ziemlich. Wir hatten Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende. Aber – um 9.30 Uhr wurde genau vor unseren Fenstern gefräst – alle Steine mussten raus, um welche mit Rillen für den Wasserablauf zu legen – wusste man ja vorher nicht. Über den Sinn dieser Rillen will ich nicht berichten. Auch hat man nicht bedacht, dass Bäume gepflanzt werden sollen … da werden jetzt Ringe weggefräst vor dem Nebenhaus. Die teuren Granitplatten werden nicht etwa sorgsam entfernt, nein, sie werden zerkloppt. Und den Presslufthammer gegenüber, der die Platten abhämmert, den hört man gar nicht … Und nicht, dass jemand denkt, es gibt hier Ruhezeiten …