Wochenendtripp

Unser Weg führte uns in die Gegend um Jaroslawl, zuerst, vorbei an dunkelblauen Feldern mit Zottelwicke in das Dorf Teterinskoje, wo wir ein kleines Kloster besichtigten.IMAG0334 Die Kirche hat noch einen siebenreihigen geschnitzten und vergoldeten tollen Ikonostas, der dem Ende des 18. Jahrhunderts zugeschrieben wird, und ist vollständig mit Fresken ausgemalt, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen. In dem kleinen Ort Nerechta stehen noch viele Kirchen, auch wenn die meisten davon in Sowjetzeiten geschlossen waren und ein kümmerliches Dasein als Näherei, Makkaronifabrik oder Brotfabrik fristeten. Die Hauptkirche Nerechtas ist die Kasaner, die auf dem zentralen Platz des Städtchens steht. Daneben erhebt sich quasi als Wahrzeichen des Ortes ein sechzig Meter hoher Glockenturm. Traditionell wurden auch in Nerechta in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Handelsreihen errichtet. IMAG0336aViele Wohnhäuser aus dieser Zeit konnten erhalten werden, ebenso beeindrucken zahlreiche Holzhäuser mit vielen Ornamenten. IMAG0342Am besten hat uns allerdings die Kreuzkirche auf dem Friedhof gefallen. Sie war während der Sowjetzeit als einzige der Stadt nicht geschlossen. Ein Mütterchen zeigte uns einige der teilweise sehr alten Ikonen. Auch seltene waren darunter. Und eine wurde zu Zeiten Peter I. zum Teil mit Flussperlen verziert. Einem Museumsdorf gleicht Wjatskoje. Auf den ersten Blick machte das Dorf einen interessanten Eindruck, sauber, gestrichene Häuser, Schilder. Zahlreiche, wenn auch übersichtliche Museen locken Besucher an. Außerdem stehen dort viele sogenannte schwarze Banjas. IMAG0344Geht man aber ein wenig abseits, kann man “normales” russisches Leben beobachten. IMAG0352Und mag auch nicht alles wie geleckt sein, insgesamt macht der Ort einen gepflegten Eindruck, auch in seinen nicht touristischen Teilen. Die Kirche der Altgläubigen in Jelochino IMAG0353nördlich von Wjatskoje empfing uns mit lautem Glockenspiel. Der Priester höchstpersönlich stand oben und verkündete das Ende des Gottesdienstes. Auch in Tutajew, ein Ort, der zu beiden Seiten der Wolga liegt,  hörten wir beim Einchecken heftiges Glockenläuten. Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns eine Prozession. Das mussten wir genauer untersuchen. Schnell die Räder auseinandergeklappt und los ging es. Wir trafen den Zug an der Kirche am Ufer über der Wolga. Es stellte sich heraus, dass Auferstehung gefeiert wurde, zehn Wochen nach Ostern. Man trug die fast 2×3 Meter große Erlöser-Ikone von Kirche zu Kirche und beendete den Kreuzzug wieder an der Auferstehungskirche, wo man sich danach zu Tisch setzte. Die in Sowjetzeiten nicht geschlossene Auferstehungskirche IMAG0367ist DAS Highlight in Tutajew. Ein riesiger Kirchenbau, vollständig mit Fresken ausgemalt, alte Ikonen unterschiedlicher Machart. Auch hier stehen Holzhäuser, IMAG0378IMAG0380aber auch ehemalige hochherrschaftliche.       IMAG0376   Auf dem Rückweg machten wir Station in Kurba. Ein ungewöhnlicher runder Kirchenbau IMAG0382amit einem hohen daneben stehenden Glockenturm begeisterte uns. Durch die Fenster der Ruine sah man die Fresken an den Wänden.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: