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Freizeit

Um in Bewegung zu bleiben, verzichtete ich gestern auf die Metro und wanderte zur Metrostation Avtosavodskaja, um zu inspizieren, ob es alle meine Stoffläden noch gibt. Der Weg führte durch das graue Moskau vorbei an alter Architektur wie eine Pumpstation, Krutitzkoje, das Nowospasskij Kloster, das Simonow-Kloster, eher aus den dreißger Jahren stammen das Gebäude der ehemaligen Sauna der Gerber und  ein konstruktivistischer Kulturpalast. Ganz modern ist dieser wellige Wohnblock.    

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In einer halben Stunde sind wir von uns aus bis ins Artplay gelaufen, ist gar nicht so weit. Dort, im neuen Museum für ultramoderne Kunst läuft gerade eine kleine Schau zum Thema “Super-Putin”, nett. 

Dieses Jahr haben wir es echt abgefasst – vor 2 Tagen sind wir dem Schneechaos in Cervinia unterhalb des Matterhorns  entronnen. So viel Schnee habe ich wahrscheinlich noch nie in meinem Leben erlebt, zu vie zum Skifahren. Sonne gab es wenig, wir haben sie intensiv genutzt. Es schneite unaufhörlich, die Schneedecke wuchs und wuchs. Diese Anzeige  gefiel uns gar nicht. Von vielen Dächern wurde der Schnee heruntergeschippt. Die Straße nach unten wurde gesperrt.Und als wir nach Hause fahren wollten, wurde die Straße gleich 2 Tage dicht gemacht, Lawinengefahr Stufe 5, von der Außenwelt abgeschnitten. So kamen wir mit 2 Tagen Verspätung in Moskau wieder an.

Nicht nur das Schwarze Quadrat – eine Ausstellungen mit Werken von Kasimir Malewitsch begeisterte uns noch am Ende des letzten Jahres, kurz bevor wir zu einer Party aufbrachen. Interessant war die Vielseitigkeit des Künstlers. 

Der schöne Weihnachtsschnee ist leider wieder weggetaut. Also vertreiben wir uns die Zeit mit dem Besuchen von diversen Ausstellungen. Letztens haben wir Werke von El Lisitzky angesehen, war interessant. Er war ja vielseitig und das einzige seiner geplanten Gebäude in Moskau ist eine ehemalige Druckerei, die auch noch steht.  Heute haben wir uns eine tolle Malewitsch-Ausstellung angesehen. Sie hat uns bewusst gemacht, dass nicht nur sein Schwarzes Quadrat bedeutend ist. Beispielsweise hat er auch Parfümfläschchen designt. Aber bekannt ist er wohl eher für seine suprematistischen Werke. 

Vor fast 40 Jahren habe ich sie selbst gesungen, gestern waren wir in der Neuen Oper und haben sie gehört, beeindruckend, gerne hätte ich mitgesungen … vorher gab es den Bolero von Ravel. Und es wurde getanzt.