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Freizeit

2x war ich mit Fußballfans unterwegs, am Montag 5 Stunden vom monumentalen zum charmanten Moskau in Richtung Samoskworetschie und am Dienstag 3 Stunden in Richtung Iwanowhügel/Saubere Teiche. Überall in der Stadt war es voll, aber sehr angenehm. Am Freitag nun die dritte Tour in dieser Woche, diesmal waren wir ohne Ball im Zentrum der Altgläubigen. Wetter, Truppe, Siedlung – alles passte und wir hatten einen sehr schönen Vormittag. Zum Schluss fielen wir noch in die Altgläubigen-Kneipe ein, war sehr lecker. Am Mittwoch waren wir abends noch im Theater. Dies ist in einem ehemaligen konstruktivistischen Kulturpalast roman1.jpg gelegen, ist saniert und sehr schick. Wir sahen ein tolles Stück über den Tänzer Rudolf Nurejew. Und im Hof hat ein Auto ein Motorrad umgeschubst, keine Ahnung vom Einparken. unfall

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Am Sonntag haben wir mit Freunden im Paulaner das Deutschlandspiel angeguckt, es war nicht wirklich voll, die anderen haben wohl vorher gewusst, wie es ausgeht. Aber unserer Stimmung hat das keinen Abbruch getan. Vorher waren wir im Gorkipark, haben Tischtennis gespielt und gelesen. Und unser Haus hat 2 Tafeln bekommen, die an Opfer des Stalinterrors erinnern. Die haben mal in unserem Haus gelebt und eine Ururenkelin hatte Unterschriften dafür gesammelt, dass die Tafeln angebracht werden können.

Am Mittwoch war ich in der Residenz zum Sommerfest der Deutschen Gruppe. Zu essen gab es mehr als genug, ein bisschen reden und bei der Tombola hab ich diesmal meinen eigenen Gutschein für einen Spaziergang gezogen – den Gewinn wollte ich natürlich nicht, einen anderen gab es leider auch nicht. 

Endlich konnten wir heute unser Kubb-Spiel einweihen. Nachdem wir uns die Spielregeln nochmal verinnerlicht haben, radelten wir in den Gorkipark, wo wir uns mit Asja und Andrej trafen. Eine Wiese hatten wir schnell gefunden. Und dann ging es los. 

Gestern waren wir mit dem Rad unterwegs, um einiges auf unserer Liste abzuarbeiten und neue Ideen für den Winter zu entwickeln. Wir fuhren zu Memorial und sahen uns die interessante Ausstellung über Carola Neher an, eine Schauspielerin, die im GULAG gestorben ist. Gegenüber in einer Gasse versteckt sich das Hauptgebäude der orthodoxen humanitären Universität, das in den vergangenen Jahren aufwendig saniert wurde. In diesem Palast hat die Stadtduma ihren Platz gefunden. Und auch dieses Anwesen wurde restauriert. Im Hoch-Peter-Kloster wird noch gebaut, das Roschdestwenskij Kloster hatten wir auch lange nicht angesehen und schließlich schauten wir noch ins Sretenskij Kloster, damit Steffen endlich mal in die neue Kirche gehen konnte. Mittagessen gab es im Zentralen Markt – vietnamesische Suppe.

Am Mittwoch waren wir im Deep Purple Konzert im Olympiastadion. Vorgeglüht haben wir in einer usbekischen Kneipe, da gab es mitten in der Woche sogar Bauchtanz. Nach der schreienden Vorgruppe war die Musik von Deep Purple eine richtige Erholung.