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Reisen

Leider schon vorbei – aber es ist sehr, sehr schön gewesen. Albanien ist ein traumhaftes Urlaubsland, Natur pur, tolle Landschaften, das Gebirge im Norden heißt zwar Alpen, aber zum Glück war es überhaupt nicht sehr begangen, gastfreundliche Menschen, die öffentlichen Verkehrsmittel fahren super zuverlässig, interessante Kulturdenkmäler, und ein sonniger Strand mit klarem, blauem Wasser. Wir waren so ziemlich die ältesten Rucksacktouristen, wir haben die Entschleunigung genossen und uns gut erholt. Am Ende waren wir noch in Belgrad auf einer Hochzeit und konnten so noch einen Blick auf die serbische Hauptstadt werfen.

Tirana wundervolles Gebirge Kruja

Berat Girokastra

Albanische Riviera Belgrad

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Das vergangene Wochenende verlängerten wir und fuhren mal raus aus Moskau. Auf dem Weg nach Wologda (die Seitenstreifen waren durchweg gemäht, kein Müll lag herum, die Straßen waren zum überwiegenden Teil gut befahrbar, im Gebiet Wologda gab es oft sogar Beschleunigungsspuren, Felder und Rinderherden und ordentliche Dörfer erfreuten unser Auge) machten wir Station in Welikoje, einem Dorf mit einem Kreml und der Villa eines Textilfabrikanten. Im benachbarten Gawrilow-Jam baute er eine Textilfabrik, wo es einen netten Werksverkauf gibt. Die Städtchen um die 500 km nördlich von Moskau gehören zu den ältesten in Russland, entsprechend viele alte Kirchen und Klöster gibt es. Wologda hinterließ einen sehr angenehmen Eindruck bei uns – sauber, viel Grün, ordentliche Uferpromenaden am Fluss, freundliche Menschen, Radwege! Gleichzeitig wurden der 870. Stadtgeburtstag gefeiert und fand ein Festival der Spitze statt. Viele Menschen waren unterwegs, überall wurde Schaschlyk gebraten. Auf den Bühnen lief ein Kulturprogramm und wir sahen sogar einen Umzug von Blasmusikorchestern aus ganz Russland. Das Stadtzentrum verwandelte sich in einen großen Markt, Erzeugnisse der Volkskunst in Wologda wurden angeboten und vorgestellt. Viele gepflegte Holzhäuser begeisterten uns,      Kirchen (bis auf eine waren in der Sowjetzeit alle zu und wurden anders genutzt wie diese, in der eine Tapetenfabrik arbeitete) und der Kreml mit der Sophienkathedrale mit alten Fresken. Mit dem Rad erkundeten wir die Uferpromenade.    In dieser Kirche restaurierte man langsam und sorgfältig.   In Kirillow besichtigten wir die größte Festung Nordeuropas, ein ehemaliges Männerkloster.    In der Nähe befindet sich das Ferapontow-Kloster,  wo wir Fresken von Dionisys sahen, über 500 Jahre alt und sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Nachbarort steht eine tolle Holzkirche von 1755.  All die außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten zeigten sich umsichtig und liebevoll restauriert. In Belosersk, das 862 gegründet wurde, schauten wir uns den Kreml an und warfen einen Blick über den Ort. Auf dem Rückweg übernachteten wir in Poschechonje, einem kleinen Ort mit tollen Handelsreihen,  in einer “Turbasa”, einer Touristenstation an einem See (in Kirillow nahmen wir das beste Haus am Platz und in Wologda hatten wir eine Wohnung gemietet). Schließlich besuchten wir noch Freundinnen auf einen Kaffee, versorgten uns mit geräuchertem Fisch und waren am Abend zu Hause. Fazit: Fast 1500 km gefahren und sehr angetan von dem, was wir gesehen und erlebt haben.  Und auch diese verlassenen Kirchlein entdeckten wir unterwegs.    

Das vergangene Wochenende verbrachten wir in Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands zusammen mit Tilli und Danny. Wir sind vom neuen Flughafen Shukowski abgeflogen. Er befindet sich etwas östlich von Moskau, hin kommt man staufrei mit Elektritschka und Bus. Dauert aber. Eine richtige Passkontrolle gab es nicht (obwohl wir, wenn wir aus Russland kommen, ein Visum brauchen), erst recht nicht in Minsk, so dass wir zügig ins Hotel fuhren. Und dann sind wir zwei Tage herumgelaufen, unterbrochen durch Kneipenbesuche, wir mussten ja was essen und vor allem trinken und uns aufwärmen. Die beiden Jungs wurden in das orthodoxe Ostern eingeführt, wir haben zugesehen beim Kulitschweihen und nachts waren wir beim Ostergottesdienst und zogen mit vielen Orthodoxen mit brennenden Kerzen um die Kirche. Ist immer wieder beeindruckend. Ansonsten ließen wir uns durch die Stadt treiben, sahen monumentale Architektur, breite Prospekte, waren auf dem riesigen Markt, wo wir uns mit weißrussischer Wurst versorgten, schlenderten durch die Altstadt und durch Parks. Minsk liegt an einem Fluss und dieser wird für die Naherholung auch genutzt. Hat uns nicht schlecht gefallen, sehr kleine Altstadt, die wieder aufgebaut wurde, sie geben sich Mühe, die Stadt für die Bürger ein bisschen schön zu machen.

Eine Woche verbrachten wir im konservativsten Emirat, ohne kurzes Röckchen, ohne Händchenhalten, ohne Alkohol. Im Hotel und am Hotelstrand sah man das Kleidungsthema nicht so eng, aber trocken blieben wir die ganze Zeit, hat uns sicher nicht geschadet. Drei Tage lagen wir faul am Strand und drei Tage waren wir aktiv unterwegs, um die Stadt, den Fischmarkt und andere Märkte zu erkunden. Nach fünf Monaten Moskauer Winter haben wir die Sonne, Wärme und das Meer genossen.

Drei Tage testeten wir das Skifahren in Sotschi – die Vorteile liegen klar auf der Hand – Sotschi ist mit zwei Stunden Flugzeit von Moskau aus gut und schnell zu erreichen und auch vom Flughafen aus ist man in vierzig Minuten in Gorki Gorod. Dort befinden sich auf zwei Levels Hotels aller Kategorien, vom Drei-Sterne- Appartement-Hotel bis zum Fünf-Sterne Mariott mit angeschlossenem Casino. Die Infrastruktur ist recht gut entwickelt – es gibt genügend Restaurants unterschiedlicher Küchen und Preislage, ein Einkaufszentrum, Supermärkte, außerdem ein Kino, Schwimmbad, Bowlingbahn … Die Liftstation ist zu Fuß gut erreichbar. Die Architektur ist etwas gewöhnungsbedürftig,sotschi allerdings hat man versucht, mit der Schaffung von Hofsituationen etwas Gemütlichkeit zu erzeugen. Leider ist so manches schlampig gebaut, Platten fallen schon ab (das steh alles erst seit vier Jahren!), das Pflaster klappert unter den Füßen, die Nässe steigt nach oben usw. Schade. Doch überall begegneten wir freundlichen Servicekräften. Gestört hat etwas die durchweg vorhandene laute Musik, an den Liftstationen, aus den Lautsprechern auf dem Lift, im Ort selbst. Die Pisten selbst sind ganz gut in Schuss, vor allem oben, wo es kälter ist.sotschi1 Und wenn die Sonne scheint, hat man eine tolle Aussicht auf den Kaukasus.%d0%ba%d1%80%d0%b0%d1%81%d0%bd%d0%b0%d1%8f-%d0%bf%d0%be%d0%bb%d1%8f%d0%bd%d0%b0 Insgesamt gesehen – drei Tage Sotschi ist durchaus eine Alternative.

Gestern Abend kamen wir nach zwei einigermaßen erholsamen Wochen in Deutschland und Österreich zurück nach Moskau, hier sind es – 26 Grad und es schneit. Aber die Wohnung ist warm … Unser Jubiläum am 23. Dezember begingen wir in Berlin, besuchten die Synagoge, sahen uns die Hackeschen Höfe an, hack hack1 waren auf dem Weihnachtsmarkt und verbrachten den Abend im morbid-charmanten Clärchens Ballhaus. berlin-claerchens-ballhaus clarchens-ballhaus-680x425 Zu Weihnachten das Übliche – Geschenke, Essen und Trinken, aber wir haben das in diesem Jahr ein bisschen aufgeweicht – waren im Leipziger Gasometer und haben die Korallenriff-Ausstellung angesehen und waren beim Bowling. Insgesamt waren es schöne Feiertage. Eine Woche fuhren wir danach am Rastkogel im Zillertal Ski. Das war etwas absurd, ringsherum war alles grün, nur die Pisten waren beschneit.rast5 Aber alles top in Ordnung, die Lifte fuhren und auf den Pisten konnte man gut die Hänge hinabsausen, es war nur ziemlich glatt – gut zum Trainieren …  Und wir hatten Sonne pur! rast3 rast2 rast1 rast

Die  Herbstferien nutzten wir für einen Tripp durch Litauen und Lettland. Das Baltikum war schon zu Sowjetzeiten anders, europäischer. Und erst recht heute – angenehme Menschen, viele sprechen Englisch, sehr wenig Müll, selbst auf den Dörfern, überall spürt man die Anstrengungen sich das Leben lebenswert zu machen. Die Innenstädte sind gut restauriert, in vielen Dörfern entwickelte sich ebenfalls eine gute Infrastruktur. Überall wurden Radwege angelegt, auch zwischen Orten. Die Hotels selbst in kleinen Orten sind mit denen in Europa vergleichbar, sauber, ansprechende Zimmer, gutes Frühstück, freundliches Servicepersonal. In den Restaurants spielt durchweg leise Musik, man kann sich ohne Schwierigkeiten unterhalten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Kurzum – es sind Länder zum Wohlfühlen. Wir fuhren von Vilnius nach Riga. Vilnius, die litauische Hauptstadt, hat eine schöne Altstadt, viele Kirchen. sam_0408 In Trakai besuchten wir die gotische Wasserburg. sam_0421Kurz vor Kaunas warfen wir einen Blick auf das Kloster Pazaislis. sam_0426Der Rathausplatz in Kaunas, der heimlichen Hauptstadt Litauens, wird von Kaufmannshäusern gesäumt. Das Rathaus in der Mitte wird Weißer Schwan genannt.sam_0433 Ein Muss war die Standseilbahn, sam_0445die uns zur Auferstehungskirche sam_0442 brachte. Sehr bizarr erschien uns der Berg der Kreuze bei Siauliai, über einhundert tausend verschiedener Kreuze, Gebetsstöcke und Heiligenskulpturen werden inzwischen dort gezählt. s0sa9w35

In Lettland besichtigten wir in Rundale ein tolles Schloss, das Versailles der Ostsee. Mit seinen 138 Zimmern gehört es zu den prächtigsten Barockschlössern des Baltikums. sam_0454 rundale_palace_6483271573Eine selbst im Herbst wunderschöne Parkanlage komplettiert das Ensemble. In Dobele erfreuten wir uns an den Ruinen einer alten Ordensburg. Schließlich erreichten wir Liepaja an der Ostsee, eine Stadt der Musik mit einer neuen Konzerthalle, vielen Festivals und Spazierwegen durch die Stadt, die mit Noten gekennzeichnet sind. sam_0461Auch hier wurde und wird viel getan, die Holzhäuser und Jugendstilvillen werden restauriert, auch die Speicher. sam_0459 sam_0463 Und der Strand ist einzigartig! Die Ostseeküste war ansonsten schon auf Winter umgestellt, nicht mal ein Fischbrötchen oder Räucherfisch haben wir gefunden. Nur in Ventspils wehte ein appetitlicher Duft aus der Konservenfabrik … Hier stehen noch authentische Fischerhäuschen, aber auch die moderne Technik hat Einzug gehalten, wie in der neuen Bibliothek. Viel wird für Kinder getan. Mit dem Bott schipperten wir durch den Hafen. Gewohnt haben wir in einem restaurierten Holzhaus. sam_0467 Kuldiga hat den breitesten Wasserfall wenn nicht Europas, so doch Lettlands. Letzte Station war Riga, die lettische Hauptstadt. Die Altstadt ist geprägt von Kirchen, Kaufmanns- und Gildehäusern sowie Kirchen. Die Jugendstilgebäude sind einfach prächtig!

alberta_iela_4_latvian_architecture art-nouveu_architecture_riga jugendstil_smallAber auch andere Gebäude wie das Schwarzhäupterhaus sam_0474 oder die Drei Brüder.  sam_0475 Und natürlich besuchten wir den Zentralmarkt in ehemaligen Hangars. sam_0472  Eine Woche zum Entschleunigen!