Am Mittwochabend waren wir in der Botschaft. Dort traten die “Sonnennoten” auf, ein Orchester, in dem Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom spielen. Eine tolle Sache, es war sehr berührend. Und toll, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich mit großem Engagement für diese Kinder einsetzen. Der A-Capella-Chor des Musikcolleges hat den Abend bereichert. Als Deutsche Gruppe haben wir dem Orchester einen Töpferofen übergeben, denn die Kinder werden allseits gefördert, malen, spielen und töpfern.

Nach einem tollen Kinder-Wochenende in Rostock (Fisch essen, sonnen, baden, herumlaufen, Kubb spielen, quatschen …) konnte ich ein Stück Ostseewetter nach Moskau retten und hatte gestern am Vormittag einen schönen Architekturspaziergang mit Kindern.  Am Nachmittag stürmte es heftig, Tote und Verletzte und einige Zerstörungen waren die Folge, hier fiel ein Laternenmast auf ein Auto, die Closchüssel im Kofferraum blieb allerdings ganz. Gegen Abend hatte sich das Wetter soweit beruhigt, dass ich zum Yoga fahren konnte. Und auch heute hatten wir Wetterglück und spazierten im aristokratischsten Viertel Moskaus umher, zum Schluss betrachteten wir noch die Menschenschlange,  die ansteht, um die Reliquien des heiligen Nikolaus zu sehen, alles gut organisiert, mit Toiletten, Versorgungspunkten, Bussen, in denen sich die alten Mütterchen ausruhen können.

Am Freitag war ich wieder unterwegs mit Damen und einem Herrn. Im Martha-Maria-Kloster entdeckte ich dabei, dass am Sonntag das Wohltätigkeitsfest “Weiße Blume” stattfinden soll, das haben wir auch besucht.  Und am Freitagabend haben wir ein neues Restaurant mit Sommerterrasse ausprobiert, das ich auf der Tour ebenfalls gesehen hatte. Am Samstag fuhren wir mit den Rädern durch den Bitza-Wald, es war ziemlich mühsam, da die Wege, sofern man sie als solche bezeichnen kann, nicht gepflegt werden. Schönes Gebiet  trotzdem, mit vielen Wiesen, und in einer Bude wurde Schaschlyk gemacht … Vorher erkundeten wir ein neues, gar nicht so schlechtes Wohngebiet in Kommunarka, der Verkehr bleibt draußen und es gibt viele Spielplätze. Die Woche begann sportlich mit Nordic Walking auf der WDNCh am Vormittag und Yoga am Abend.

Mit dem Rad statteten wir der kleinen Siedlung Sokol einen Besuch ab, nachdem wir gehört hatten, dass dort Burgen hinter hohen Zäunen gebaut werden sollen, aber so schlimm war es gar nicht. Noch stehen viele der kleinen Holzhäuser, manche vor einer Neubaukulisse.